Bunt statt braun: Bürgerverein Schillerhöhe wehrt sich gegen Schmierereien in der Waldsiedlung

Bürgerverein Schillerhöhe setzt ein starkes Zeichen gegen Rassismus. Was als kreatives Gemeinschaftsprojekt begann, nahm in der Waldsiedlung leider einen unerfreulichen VerlaDeruf: Die frisch bemalte Unterführung, die mit einem bunten Graffiti verziert wurde, ist nur wenige Wochen nach Fertigstellung von Unbekannten mit politischen und rassistischen Parolen besprüht worden.

Die Wandmalerei war das Resultat einer gemeinsamen Aktion von Vereinsmitgliedern und engagierten Nachbarn. Mit Unterstützung von Spendengeldern wurde die Unterführung zu einem farbenfrohen Kunstwerk, das nicht nur den urbanen Raum verschönern, sondern auch ein Zeichen für Zusammenhalt und Vielfalt setzen sollte. Doch die Freude über das Kunstprojekt währte nur kurz.

„Wir sind entsetzt über die Respektlosigkeit und die teilweise abstoßenden Parolen, die über unser Kunstwerk gesprüht wurden“, sagt eine Sprecherin des Bürgervereins. „Wir möchten klarstellen: In unserer Nachbarschaft gibt es keinen Platz für Hass oder Fremdenfeindlichkeit.“

Trotz der Enttäuschung ließen sich die Vereinsmitglieder nicht entmutigen. Kurzerhand griffen sie erneut zur Farbe, um die Schmierereien zu übermalen und die Botschaft der Toleranz zurückzuerobern. „Bunt statt braun“ lautete das Motto, unter dem sie zusammenkamen, um der Unterführung erneut Leben und Farbe zu verleihen.

„Wir möchten ein deutliches Zeichen setzen, dass wir uns für eine weltoffene, tolerante und respektvolle Nachbarschaft stark machen. Rechte Parolen haben bei uns keinen Platz“, so der Verein weiter.

Die Fußgängerunterführung zwischen den Wohngebieten Schillerhöhe und Waldsiedlung ist einer der zentralen Laufwege auf der Gerlinger Höhe. Egal ob zur Kirche, zur Schule oder dem Kindergarten oder in die andere Richtung zur Post oder dem Restaurant Schillerhöhe, die Unterführung unter der L1180 passieren Anwohner teilweise mehrmals täglich.

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